Die perfekte Bohne für den Vollautomaten
Worauf du achten solltest
Worauf du achten solltest
Jede Kaffeebohne bringt von Natur aus ihre eigenen Aromen und Eigenschaften mit – aber erst durch die Röstung entfalten sich diese richtig. Für Vollautomaten sind mittlere bis dunkle Röstungen der absolute Sweet Spot. Warum? Ganz einfach: Diese Bohnen haben in der Regel weniger Säure und dafür ein wunderbar rundes, vollmundiges Aroma. Das passt perfekt zur Extraktionsweise deines Vollautomaten, der mit hohem Druck arbeitet und den Geschmack der Bohnen intensiv herauskitzelt.
Helle Röstungen hingegen sind oft zu säurebetont für Vollautomaten. Sie können zwar spannend sein, wenn du Filterkaffee oder handgebrühten Kaffee liebst, aber im Vollautomaten wirken sie oft unausgewogen und zu „sauer“. Das liegt daran, dass helle Röstungen weniger lang geröstet werden und dadurch mehr Fruchtsäuren behalten. Diese Säuren kommen bei der Zubereitung im Vollautomaten stärker zur Geltung – und das kann schnell unangenehm werden.
Mittlere bis dunkle Röstungen sind also deine besten Freunde, wenn es um Kaffee aus dem Vollautomaten geht. Sie bieten dir:
Wenig Säure: Kein unangenehmes Ziehen im Magen oder saurer Geschmack.
Harmonisches Aroma: Von schokoladig-nussig bis hin zu leicht karamellig – hier ist für jeden Geschmack etwas dabei.
Vollmundigkeit: Der Kaffee schmeckt schön kräftig und ausgewogen.
Du stehst vor der nächsten großen Frage in der Welt des Kaffees: Soll es eine Mischung (Espressoblend) sein oder doch ein Single Origin? Beide Varianten haben ihren ganz eigenen Charme – und die Wahl hängt davon ab, was du suchst und wie viel Zeit und Lust du hast, dich mit deinem Vollautomaten auseinanderzusetzen. Lass uns die Unterschiede genauer unter die Lupe nehmen!
Wenn du auf der Suche nach einem Kaffee bist, der dir zuverlässig eine stabile Crema und ein ausgewogenes Aroma liefert, sind Espressoblends genau das Richtige für dich. Diese Mischungen kombinieren verschiedene Kaffeesorten, um das Beste aus mehreren Welten zu vereinen:
Ausgewogenheit: Blends bieten eine breitere Geschmacksvielfalt, da sie verschiedene Kaffeesorten kombinieren. Dies führt zu einem harmonischen Geschmackserlebnis mit Nuancen und Komplexität.
Konsistenz: Erfahrene Röster, wie wir, können durch die Mischung eine gleichbleibende Qualität garantieren, was besonders bei Vollautomaten wichtig ist.
Vielseitigkeit: Blends eignen sich perfekt für Milchgetränke wie Cappuccino oder Latte Macchiato, da sie eine stabile Crema liefern und sich gut mit Milch vertragen.
Single Origin-Kaffees stammen aus einer einzigen Region oder sogar von einer einzigen Farm und spiegeln die einzigartigen Geschmacksprofile ihres Anbaugebiets wider. Während Blends auf Balance setzen, geht es bei Single Origins um Charakter und Terroir – also den Einfluss von Boden, Klima und Anbaumethoden.
Einzigartige Aromen: Single Origins können florale, fruchtige oder schokoladige Noten hervorbringen, die in Blends oft nicht so deutlich zur Geltung kommen. Perfekt für alle, die neue Geschmackswelten entdecken möchten.
Höhere Komplexität: Da sie nicht mit anderen Bohnen gemischt werden, haben Single Origins oft eine prägnantere Säure und ein klareres Aroma. Das kann je nach Röstung und Maschine zu spannenden, aber auch herausfordernden Ergebnissen führen.
Für Experimentierfreudige: Vollautomaten sind eher auf Blends optimiert, aber mit den richtigen Einstellungen (Mahlgrad, Temperatur, Durchlaufzeit) kannst du auch mit Single Origins fantastische Ergebnisse erzielen.
Warum entweder oder? Teste doch einfach mal beide Varianten! Starte mit einem Espressoblend, um dich an deinen Vollautomaten heranzutasten – und wenn du Lust auf Abwechslung hast, schnapp dir einen spannenden Single Origin. So findest du heraus, was dir am besten schmeckt und ob du eher der Typ „solide Mischung“ oder „exotisches Abenteuer“ bist.
Die Wahl zwischen Arabica und Robusta ist eine der grundlegenden Entscheidungen, wenn es um Kaffee geht. Beide Bohnenarten haben ihre ganz eigenen Charakteristika und Vorzüge – und welche besser zu dir passt, hängt von deinem Geschmack und deinen Vorlieben ab. Lass uns die Unterschiede genauer betrachten, damit du herausfinden kannst, welche Bohne dein Herz (und deine Tasse) höherschlagen lässt.
Arabica-Bohnen gelten als die Feinschmecker unter den Kaffeesorten. Sie machen etwa 60–70 % der weltweiten Kaffeeproduktion aus und werden meist in höheren Lagen angebaut. Ihr Geschmacksprofil ist komplex, vielschichtig und oft geprägt von feinen Nuancen:
Geschmack: Arabica-Kaffee ist bekannt für seine milden, oft fruchtigen oder blumigen Noten. Häufig findest du auch schokoladige oder nussige Nuancen – je nach Herkunft.
Säure: Arabica hat eine höhere Säure, die für ein lebendiges und frisches Geschmackserlebnis sorgt. Das macht sie besonders spannend für Kaffeegenießer, die auf feine Aromen achten.
Koffeingehalt: Arabica enthält weniger Koffein als Robusta – perfekt für alle, die ihren Kaffee genießen möchten, ohne dass er zu stark wirkt.
Crema: Die Crema bei Arabica ist feiner und weniger stabil als bei Robusta, was sie optisch weniger auffällig macht.
Robusta-Bohnen sind der robuste Gegenspieler zu Arabica – und das nicht nur namentlich. Sie wachsen in niedrigeren Lagen und sind widerstandsfähiger gegenüber Krankheiten und klimatischen Herausforderungen. Ihr Geschmacksprofil ist kräftig und direkt:
Geschmack: Robusta-Kaffee ist bekannt für seinen erdigen, manchmal leicht holzigen oder nussigen Geschmack. Er hat weniger feine Nuancen, dafür aber einen intensiveren Körper.
Säure: Robusta enthält deutlich weniger Säure als Arabica – ideal für alle, die einen magenfreundlichen Kaffee bevorzugen.
Koffeingehalt: Mit einem höheren Koffeingehalt sorgt Robusta für den extra Energiekick – perfekt für Morgenmuffel oder alle, die einen starken Espresso lieben.
Crema: Robusta-Bohnen sind unschlagbar, wenn es um eine dicke und stabile Crema geht. Das macht sie besonders beliebt in Espressomischungen.
Ein Vollautomat ist ein wunderbares Gerät, das dir den perfekten Kaffee in Sekundenschnelle serviert – aber nur, wenn er richtig eingestellt ist. Die Einstellungen sind entscheidend dafür, dass dein Kaffee genau so schmeckt, wie du ihn dir vorstellst. Hier sind die wichtigsten Tipps, um deinen Vollautomaten optimal zu konfigurieren:
Die Brühtemperatur ist ein weiterer wichtiger Faktor. Zwischen 88 und 92 °C ist die ideale Temperatur für den perfekten Kaffee. Bei dieser Temperatur werden die Aromen optimal extrahiert, ohne dass der Kaffee zu bitter wird. Achte darauf, dass deine Maschine diese Temperaturbereiche erreichen kann – viele Vollautomaten lassen sich hierauf einstellen.
Der Mahlgrad ist entscheidend für die Extraktion deines Kaffees. Ein mittelfeiner Mahlgrad ist ideal, da er eine optimale Extraktion ermöglicht. Wenn die Bohnen zu fein gemahlen sind, kann der Kaffee bitter werden, während zu grobe Bohnen zu einem schwachen Geschmack führen. Experimentiere ein bisschen mit dem Mahlgrad, um herauszufinden, was am besten funktioniert – aber als Faustregel gilt: Mittelfein ist der Goldstandard.
Die Kaffeestärke ist letztlich eine Frage des persönlichen Geschmacks. Wenn du deinen Kaffee intensiver magst, stelle die Kaffeestärke auf eine stärkere Einstellung. Das bedeutet oft, dass mehr Kaffee pro Tasse verwendet wird oder die Brühdauer angepasst wird. Experimentiere mit verschiedenen Einstellungen, um herauszufinden, was dir am besten schmeckt.
Auch hier gilt: Jeder Kaffee ist anders, und jede Maschine hat ihre Eigenheiten. Deshalb ist es wichtig, dass du experimentierst und die Einstellungen an deine Vorlieben anpasst. Vielleicht bevorzugst du deinen Kaffee stärker oder schwächer als die Standard-Einstellungen – das ist völlig in Ordnung! Der Trick ist, die richtige Balance zu finden, die dir den perfekten Kaffee beschert.
Kaffeerösterei Nero
Schönbornslusterstraße 88
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