Kaffee aus der Dominikanischen Republik
Azurblaues Wasser, Sandstrände, Palmen – die Dominikanische Republik kennen die meisten als Urlaubsziel. Dabei wird auf Hispaniola seit fast 300 Jahren Kaffee angebaut: schokoladig, würzig und bemerkenswert ausgewogen.
Seit 1735 auf der Insel
Die ersten Kaffeesetzlinge erreichten die Insel im Jahr 1735 und wuchsen in Bahoruco Panzo in der Nähe von Neyba. Wirtschaftlich stand der Kaffee lange im Schatten des Zuckers, der bis in die 1980er Jahre das Exportprodukt Nummer eins war.
Für den Kaffeeanbau hatte das einen unerwarteten Vorteil: Weil die Menge nie im Vordergrund stand, konnte sich die Qualität von Anfang an entwickeln. Wie in der gesamten Karibik war die koloniale Plantagenwirtschaft auf Hispaniola über Jahrhunderte von Sklaverei geprägt – ein Teil der Geschichte, der zum Verständnis der Region dazugehört.
Die Dominikanische Republik im Überblick
| Region | Karibik, Insel Hispaniola |
| Kaffeeanbau seit | 1735 |
| Varietäten | Caturra, Catuaí, Typica |
| Sorte | Überwiegend Arabica |
| Produzenten | ca. 50.000 Kleinstproduzenten |
| Anbauweise | Überwiegend traditionell, naturnah |
| Pro-Kopf-Verbrauch | ca. 3 kg pro Jahr |
| Hauptabnehmer | Der heimische Markt |
Kleinstproduzenten und Handarbeit
Der dominikanische Kaffeeanbau ist bis heute kleinteilig organisiert: Rund 50.000 Kleinstproduzenten bewirtschaften ihre Flächen auf traditionelle Weise. Angebaut wird überwiegend Arabica – vor allem die Varietäten Caturra, Catuaí und Typica.
Seit den 2000er Jahren nimmt der Anteil naturnah erzeugter Bohnen kontinuierlich zu. Nationale Wettbewerbe treiben das Qualitätsniveau zusätzlich nach oben – guter Kaffee hat im Land selbst einen hohen Stellenwert.
Anbauregionen und Klima
Weil sich die Anbaugebiete über das ganze Land verteilen, herrschen sehr unterschiedliche Bedingungen: Der Süden ist kühler und regenreicher, die Nordküste mit rund 28 °C in Luft und Wasser ausgesprochen tropisch.
Diese Vielfalt zeigt sich direkt in der Tasse. Bohnen aus höheren Lagen bringen einen ausgeprägten Körper mit und wirken schwerer und dichter. Kaffees aus tieferen Regionen zeigen sich dagegen weicher und milder im Charakter.
Geschmack dominikanischer Kaffees
Dominikanischer Kaffee überzeugt mit einem bemerkenswerten Aromenreichtum: schokoladige bis würzige Noten, ein voller Körper und eine insgesamt sehr ausgewogene Tassenstruktur. Ein Kaffee, der weder aufdringlich noch beliebig ist – typisch karibisch eben.
Interessant: Die größten Abnehmer sind heute die Einheimischen selbst. Der Pro-Kopf-Verbrauch liegt bei etwa drei Kilogramm im Jahr – ein großer Teil der Ernte verlässt die Insel gar nicht erst.
Ähnliche Herkünfte aus unserem Sortiment
Aktuell führen wir keinen Single Origin aus der Dominikanischen Republik. Wer das karibisch-mittelamerikanische Profil sucht – schokoladig, würzig, mit vollem Körper – wird bei diesen Kaffees fündig:
- Costa Rica Tarrazú – kräftig und vollmundig mit dunkler Schokolade und gerösteten Nüssen
- Las Chicharras aus Mexiko – sanft und aromatisch mit Schokolade und Vanille
- Kaffees aus Nicaragua – floral, schokoladig, mit Karamell im Abgang
Alle Kaffees rösten wir täglich frisch in unserer Rösterei in Koblenz – schonend im Trommelröstverfahren und versandfertig innerhalb von 24 Stunden.

