Kaffeeplantage auf Sumatra in Indonesien mit Weltkarte und markiertem Anbauland

Kaffee aus Indonesien

Kräftig im Körper, weich am Gaumen und mit einem unverwechselbar erdigen Charakter: Indonesischer Kaffee bildet den geschmacklichen Gegenpol zu den fruchtigen Kaffees Lateinamerikas – und gehört zu den charaktervollsten Herkünften der Welt.

Ein Geschenk, das Geschichte schrieb

Die ersten Kaffeepflanzen kamen 1696 nach Indonesien – als Geschenk des niederländischen Gouverneurs von Malabar in Indien an den Gouverneur von Batavia, dem heutigen Jakarta. Die ersten Setzlinge fielen Überschwemmungen zum Opfer. Drei Jahre später wiederholte er die Schenkung – diesmal mit Erfolg.

Innerhalb weniger Jahrzehnte wurde Indonesien zum wichtigsten Kaffeelieferanten Europas. Bis heute ist „Java“ ein feststehender Begriff für Arabica-Kaffee – und in manchen Sprachen sogar zum Synonym für Kaffee überhaupt geworden.

Indonesien im Überblick

Kontinent Asien
Anbauinseln Sumatra, Java, Sulawesi, Bali, Flores
Sortenverteilung Überwiegend Robusta, dazu Arabica
Erntezeit Nordsumatra & Aceh zweimal jährlich, sonst einmal
Jahresproduktion ca. 9,4 Mio. Sack à 60 kg
Weltmarktanteil ca. 5,5 %
Hauptabnehmer USA, Europa, Japan
Besonderheit Lagerhauskaffee, Peaberry-Bohnen

Geschmack indonesischer Kaffees

Indonesischer Kaffee ist unverwechselbar: voller Körper, weiche Textur und ein leicht erdiger Grundton, abgerundet von feinen Kräuternuancen. Wo lateinamerikanische Kaffees hell und fruchtig wirken, zeigt sich indonesischer Kaffee dunkel, tief und würzig.

Grund dafür ist neben Klima und Boden auch die traditionelle Aufbereitung: Auf Sumatra ist das sogenannte „Giling Basah“ verbreitet, bei dem die Bohnen bereits mit hoher Restfeuchte weiterverarbeitet werden. Das verstärkt den Körper und den erdigen Charakter zusätzlich.

Diese Eigenschaften machen indonesischen Kaffee zu einer wertvollen Komponente in dunklen Röstungen und Espressomischungen. Mehr zu den Unterschieden zwischen den Kaffeearten findest du in unserem Ratgeber Arabica oder Robusta.

Besonderheiten aus Indonesien

Lagerhauskaffee geht auf die Zeit der Segelschifffahrt zurück: Der monatelange Kontakt mit Schiffsholz und Meeresluft veränderte das Aroma der Bohnen deutlich. Heute wird dieser Effekt in speziellen Lagerhäusern gezielt nachgestellt – ähnlich dem Monsooning in Indien.

Peaberry nennt man Kirschen, in denen nur ein einzelner statt zwei Samen heranwächst. Die rundliche Bohne entwickelt ein besonders intensives, fruchtiges Aroma mit angenehmer Süße.

Kopi Luwak, der sogenannte Katzenkaffee, gilt als teuerster Kaffee der Welt. Die Bohnen durchlaufen den Verdauungstrakt von Fleckenmusangs und werden dabei fermentiert. Was als seltene Wildsammlung begann, wird heute jedoch größtenteils in Gefangenschaftshaltung produziert – aus Tierschutzgründen steht diese Praxis zu Recht in der Kritik. Wir führen Kopi Luwak daher bewusst nicht in unserem Sortiment.

Indonesien in unserer Rösterei

Indonesischer Kaffee ist Bestandteil unserer Schängelmischung – unserer dunklen Koblenzer Hausröstung. Vollmundig, kräftig und mit würziger Tiefe: Genau die Eigenschaften, für die indonesischer Kaffee steht.

Alle unsere Kaffees rösten wir täglich frisch in unserer Rösterei in Koblenz – schonend im Trommelröstverfahren, in kleinen Chargen und versandfertig innerhalb von 24 Stunden.

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